Schlagwort-Archiv: Sachsenhausen

Oranienburg: Opfer des Faschismus ignoriert

Von acht neuen Straßen in Oranienburg soll nur eine an einen KZ-Häftling des KZ Sachsenhausen erinnern. Der Rat der Gemeinde Oranienburg hat mit bemerkenswerter Ignoranz die Wünsche aus der politischen Öffentlichkeit beiseite geschoben.

Die >>> Märkische Oderzeitung berichtete darüber … ebenso das >>>  Neue Deutschland und der Berliner >>> Tagesspiegel. Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten und das Internationale Sachsenhausen Komitee veröffentlichten diese >>> gemeinsame Pressemeldung.

75. Jahrestag des Massakers im KZ-Außenlager Lieberose

Die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen, das Justus Delbrück Haus I Akademie für Mitbestimmung, die evangelische Kirchengemeinde Lieberose und Land und der Verein zur Förderung der antifaschistischen Mahn- und Gedenkstätte Lieberose e.V. laden gemeinsam zur Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag des Massakers im KZ-Außenlager Lieberose und zur Einweihung der Erweiterung der Open-Air-Ausstellung ein.

Veranstaltungsflyer >>> hier zum Download (pdf-Datei 1,7 MB)

Sachsenhausen: Gedenktag für die Opfer des Todesmarsches ’45

Traditionell lädt der Landtag Brandenburg gemeinsam mit der Gedenkstätte und dem Museum Sachsenhausen zur Gedenkveranstaltung aus Anlass des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus ein. Im Mittelpunkt des diesjährigen Gedenkens am 27. Januar 2020 stehen die Opfer des Todesmarsches des Konzentrationslagers Sachsenhausen im April 1945.

Einladungsflyer >>> hier zum Download (pdf 2,3 MB)

 

Sachsenhausen

Sachsenhausen-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Das Sachsenhausen-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. wurde am 15.11.1997 in Berlin gegründet und ist parteipolitisch ungebunden. Unser Verein ist Mitglied des Internationalen Sachsenhausen Komitees und ist gemeinnützig tätig. Wir finanzieren uns ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.
Die Gründung unseres Vereins hat eine lange Vorgeschichte und hängt eng mit dem Statut des „Internationalen Sachsenhausen Komitees“ zusammen. Diese legte fest, dass aus jedem Land nur eine Organisation ehemaliger Häftlinge Mitglied des ISK sein kann.
Bis 1990 existierte das Sachsenhausen-Komitee für die Bundesrepublik Deutschland, die Lagerarbeitsgemeinschaft Sachsenhausen bei der Zentralleitung des Komitees der Antifaschistischen Widerstandskämpfer in der DDR und das Sachsenhausen-Komitee Westberlin. Diese drei Organisationen bestanden bereits seit vielen Jahrzehnten in ihrem jeweiligen politischen Umfeld und waren im ISK vertreten. Nach den politischen Veränderungen 1989 musste dies geändert und eine Regelung getroffen werden, damit zukünftig auch Deutschland mit nur einer Delegation im ISK vertreten sein würde. Diesem Wunsch entsprechend erfolgte schließlich die Gründung einer gemeinsamen deutschen Häftlingsvertretung der Sachsenhausener.
Das Sachsenhausen-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. versteht sich von Beginn an als Interessenvertretung der ehemaligen Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen sowie ihrer Angehörigen und Nachkommen und hat sich bereits mit seiner Gründung im November 1997 für Interessierte und besonders für die junge Generation geöffnet. Dies entsprach in erster Linie dem Wunsch der ehemaligen Häftlinge, dass ihr Vermächtnis auch in Zukunft bewahrt wird und ihre Interessen auch weiterhin vertreten werden.

Wir setzen uns aktiv für den Erhalt und den weiteren Ausbau sowie für die finanzielle Absicherung der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen ein. Wichtig ist uns hierbei, dass insbesondere die Authentizität und der internationale Charakter dieses Ortes hervorgehoben wird.
Wir fördern die die Sammlung schriftlicher und gegenständlicher Zeugnisse über noch lebende, ermordete und verstorbene Häftlinge durch die Gedenkstätte Sachsenhausen. Wir unterstützen die wissenschaftliche Arbeit, um diese Zeugnisse zu bewahren, der Forschung und auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Unser Verein betrachtet dies als seinen Beitrag zur Förderung der politischen Kultur und der Erhaltung des antifaschistischen Erbes in der Bundesrepublik Deutschland und in Europa.
Die jährlichen Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag der Befreiung des KZ Sachsenhausen im April und aus Anlass der Ermordung von 27 deutschen und französischen Häftlingen am 11. Oktober 1944 bilden die Höhepunkte unserer Vereinsarbeit. Wir führen insbesondere die Tradition der letztgenannten Gedenkveranstaltung bewusst weiter. Mit diesem Gedenken wollen wir an das Leben und Leiden der Häftlinge – unabhängig von ihrer politischen, religiösen und sexuellen Ausrichtung – erinnern und über die Geschehnisse jenes Tages informieren.
Wir versuchen somit, einem Teil der in Sachsenhausen ermordeten Menschen ein Stück ihrer Identität zurückzugeben.

Text von der Webseite des Sachsenhausen-Komitees