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ZIVILCOURAGE: Dr. Gerhard Billig

Dr. Gerhard Billig, ermordet im September 1943
im KZ Mauthausen

Der antifaschistische Widerstand ist immer noch – und glücklicherweise – Thema wissenschaftlicher Forschungen und historischer Publikationen. Beispielhaft sei verwiesen auf die zusammenfassende Darstellung der GESAMTEN BREITE des Widerstandes von Wolfgang Benz „Im Widerstand – Größe und Scheitern der Opposition gegen Hitler,“, erschienenen 2019 als Sonderausgabe der Bundeszentrale für politische Bildung.
Dabei fällt allerdings auf, dass zumeist der ORGANISIERTE Widerstand Gegenstand der Publikationen ist.

Kein Wunder natürlich, denn Organisationen hinterlassen Archive, die teilweise auch ins Ausland gerettet werden konnten und organisierte Widerständler/innen waren untereinander vernetzt, was wiederum die Sicherung von Dokumenten etc. erleichterte.
Sehr viel schwieriger ist es dagegen, die Spuren von nicht-organisierten Frauen und Männern im Widerstand aufzufinden. In Gestapo-Akten wird man natürlich fündig, aber welche „unbekannte“ Einzelperson wird schon zum Thema einer historischen Publikation?
Da muss das „Glück“ nachhelfen … in Gestalt einer/s Angehörigen, die bzw. der z.B. eine Familiengeschichte nicht nur schreibt, sondern es auch schafft, diese zu publizieren. Deshalb findet so manche interessante Geschichte gar nicht erst den Weg in die Öffentlichkeit.
Über einen solchen Glücksfall können wir nun berichten und veröffentlichen Auszüge aus der Familiengeschichte des Chemikers Dr. Gerhard Billig, ermordet im September 1943 im KZ Mauthausen
>>> hier zum Download pdf-Datei 867 KB
Dieser Text zeugt vom Mut, der unbeirrbaren Gradlinigkeit und Integrität dieses Mannes – und zeigt zugleich eine möglicherweise bedeutsame „Forschungslücke“ auf, denn hunderte, tausende solcher Geschichten sind wahrscheinlich ungeschrieben geblieben oder – wenn sie geschrieben wurden – konnten sie über den Kreis der unmittelbaren Angehörigen hinaus keine Leser/innen finden.
Deshalb die Bitte an die Besucher/innen unserer Seite: Wenn Sie ähnliche Geschichten oder ihre Verfasser/innen kennen, vermitteln Sie gerne einen Kontakt zur Redaktion (Kontaktdaten im Impressum)
Den Text über Dr. Gerhard Billig erhielten wir von seiner Enkelin Susanne Billig. Vielen Dank dafür !!!

Geschichtsunterricht für angehende Offiziere

Nachahmenswert: „Offiziere und Unteroffiziere sollen sie sich im Zuge ihrer Ausbildung auch eingehend mit den Verbrechen des Nationalsozialismus befassen: Vor der jährlichen Befreiungsfeier in Mauthausen am Sonntag hat Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) mit Barbara Glück, der Leiterin der KZ-Gedenkstätte, eine entsprechende Kooperation vereinbart.“ Mehr dazu im >>> Standard vom 14.5.2021

Multimediales Gedenken in Mauthausen

„Mit einem Themenschwerpunkt und einer eindrucksvollen Videoprojektion unter dem Titel „#eachnamematters“ wird die KZ-Gedenkstätte Mauthausen von 4. bis 6. Mai 2021 den Tausenden Opfern ein Gesicht geben und der bloßen Zahl 90.000 konkrete Namen mit individuellen Lebensgeschichten entgegensetzen. Begleitet wird die Projektion von einer Social Media-Aktion unter dem gleichnamigen Hashtag „eachnamematters“. … heißt es auf der >>> Webseite der KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Mauthausen Komitee Ost + Mauthausen Komitee Ost

20 Jahre lang gab es nach der Wende je ein Mauthausen Komitee Ost und Mauthausen Komitee West. Die beiden Komitees haben bemerkenswertes geschafft und 2009 als gemeinsamen Dachverband das Mauthausen Komitee Deutschland (MKD) gegründet. Die Geschichte dieses Zusammenschlusses, das gemeinsame Selbstverständnis sowie einige Biographien von Mauthausen-Häftlingen werden dokumentiert in der >>>  Broschüre mahnen erinnern & handeln.  PDF-Datei 18 MB

Onlinewanderung zur „Mühlviertler Menschenhatz“

In der Nacht vom 1. auf den 2. Februar 1945 flohen mehrere hundert Häftlinge aus dem KZ Mauthausen. SS und große Teile der ortsansässigen Bevölkerung jagten sie – eine Menschenhatz, die von den Nazis als „Hasenjagd“ bezeichnet wurde. Nur 11 Häftlinge überlebten … auch weil es einige wenige Menschen gab, die halfen. Die Perspektive Mauthausen lädt ein zu einer >>> Online-Wanderung zum Gedenken an diese Ereignisse

Ausschreibung des Hans-Maršálek-Preises

Zum dritten Mal stiften das Mauthausen Komitee Österreich und die Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen im Jahr 2021 den Hans-Maršálek-Preis in Erfüllung des Vermächtnisses der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen für herausragende Leistungen im Bereich der Gedenk-, Erinnerungs- und Bewusstseinsarbeit. Mit der Auszeichnung wird an Hans Maršálek erinnert und Projekte, die in seinem Sinne wirken werden unterstützt. Ausschreibung des Hans-Maršálek-Preises weiterlesen

Mauthausen Komitee Ost & Mauthausen Komitee West.

20 Jahre lang gab es nach der Wende je ein Mauthausen Komitee Ost und Mauthausen Komitee West. Die beiden Komitees haben Bemerkenswertes geschafft und 2009 als gemeinsamen Dachverband das Mauthausen Komitee Deutschland (MKD) gegründet. Die Geschichte dieses Zusammenschlusses, das gemeinsame Selbstverständnis sowie einige Biographien von Mauthausen-Häftlingen werden dokumentiert in der >>>  Broschüre „mahnen erinnern & handeln“. PDF-Datei 18 MB

Online-Gedenken_3

Auf der Webseite der KZ-Gedenkstätte Mauthausen heißt es: „Frühling ist traditionell die besucherstärkste Zeit in der KZ-Gedenkstätte, besonders was Schulklassen betrifft. Weil diese Exkursionen derzeit ausfallen, will man den jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich virtuell mit dem Thema auseinanderzusetzen.Mehr dazu hier >>> beim ORF