…. heute mal ein Ausflug ins KZ ?

„Abenteuer – mitten in Deutschland

Urlaub in heimischen Gefilden muss nicht langweilig sein. Spannende Ziele im eigenen Land.“  Unter diesem Titel findet der/die geneigte Leser/in in der Gmünder Tagespost vom 5. Juni 2020 diverse Ausflugstipps zu unterirdischen Ausflugszielen … u.a. zu den Feengrotten in Saalfeld, zum Bacchusgewölbe an der Mosel oder zu einem Korallenriff im Harz. … aber auch „Führungen über das einstige Lagergelände und durch die Stollen in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora“.

Man stutzt … eine KZ-Gedenkstätte, ein Ort, an dem Tausende Häftlinge systematisch zu Tode geschunden wurden, wird als spannendes Abenteuer im eigenen Land vermarktet“. Was ist das? Geschichtsblindheit? Geschmacklosigkeit? Politische UN-Bildung? Das wäre ein schlechtes Zeichen. Oder sollen / können wir uns darüber freuen, dass KZ-Gedenkstätten ganz selbstverständlich  auch in der Tourismuswerbung berücksichtigt werden … und wäre das ein gutes Zeichen?