Kategorie-Archiv: Medien

20. April 1941

„Seit Deutschland ab September 1939 in Europa Krieg führt, ist Alfred Rosenberg als Chefideologe des Regimes vorübergehender Versenkung entrissen. Erst führt er einen Stab, der in Polen, Frankreich und Belgien Kulturgüter raubt, dann folgt am 20. April 1941 eine wegweisende Beförderung: “ Welche neue Aufgabe Alfred Rosenberg am 20. April 1941 bekam, ist nachzulesen im >>> FREITAG

6. April 1941

6. April 1941 … Beginn des sog. >>> Balkanfeldzuges: Überfall der Nazitruppen auf Griechenland und Jugoslawien. Nahezu alle griechischen und jugoslawischen Jüdinnen und Juden wurden deportiert und ermordet.  „Griechenland beharrt auf der Begleichung der Schäden im Zweiten Weltkrieg. Die Nachfahren der Täter haben bis heute nur warme Worte übrig.“ … schreibt die >>>tazam 6.4.2021. >>> Lyngiades nur ein Beispiel von vielen Massakern, die die Nazis in Griechenland verübt haben.

>>> Manuel Sarrazin (Grüne) im Bundestag: 80 Jahre Überfall der Wehrmacht auf Griechenland
>>> Gregor Gysi: Deutschland muss sich historischer Verantwortung gegenüber Griechenland stellen

Multidirektionale Erinnerung

Das Buch „Multidirektionale Erinnerung“ des US-amerikanischen Literaturwissenschaftlers Michael Rothberg wird derzeit in manchen Medien intensiv besprochen. Gelegentlich wird ihm „Relativierung des Holocaust“ vorgeworfen. Trifft diese Kritik zu? Das Gespräch mit ihm auf >>>ZEIT online vom 27. März 2021 hilft, die Diskussion einzuordnen. S. auch die >>> taz vom 30.3.2021 mit der treffenden Schlussfolgerung: „„Es ist möglich, sich an mehr als eine Sache zu erinnern.“ Angesichts der vielfältigen Gesellschaft, in der wir leben, ist dies nötig.“

>>> „der Holocaust ist zwar vergleichbar mit vielen anderen historischen Ereignissen, sie sind aber nicht gleichzusetzen.“

Zukunft der „kleinen“ Gedenkstätten

Die Erinnerungskultur steht vor schwierigen Zeiten, weil die Zeitzeugen sterben. Das ist kein neues Thema, aber weithin unbeachtet ist auch die Zukunft der „kleinen“ Gedenkstätten, deren Namen (… im Gegensatz zu Auschwitz, Buchenwald, Bergen-Belsen, Dachau, Neuengamme, Ravensbrück, Sachsenhausen) kaum jemand kennt. Darüber ein bedenkenswerter Artikel in der >>> FAZ vom 13.03.2021

Do., 18. März: Zukunft der Erinnerungskultur

Die Bundestagsfraktion der Grünen veranstaltet am Donnerstag, 18. März, von 14.30 bis 16 Uhr ein Online-Fachgespräch zum Thema „Ohne Zeitzeug*innen: Wie kann Jugend künftig erinnern? – Mit Fakten Verschwörungsnarrative aufdecken“. Die Dachauer Bundestagsabgeordnete Beate-Walter-Rosenheimer, die Sprecherin für Jugendpolitik ist, und Erhard Grundl, Sprecher für Kulturpolitik, wollen  mit Experten ausloten, wie Erinnerungskultur auch in Zukunft funktionieren kann. Diskussionsteilnehnmer/innen sind u.a.:  Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Gabriele Hammermann, Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau. Wenn Zeitzeugen in Zukunft fehlen, bedürfe es in Zeiten, in denen von Populisten und Verschwörungserzähler immer lauter würden, einer neuen Ausrichtung, so Beate Walter-Rosenheimer und Erhard Grundl. (zitiert nach Süddeutsche Zeitung)

Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Interessierte unter:

https://www.gruene-bundestag.de/termine/ohne-zeitzeuginnen-wie-kann-jugend-kuenftig-erinnern.

Deutsche Erinnerungsüberlegenheit

„Am 30. Januar 2020 blockierte die Koalition aus CDU/CSU und SPD mit ihrer Mehrheit im Bundestag eine Gesetzesänderung, die Nachfahren der in der NS-Zeit ausgebürgerten Jüdinnen*Juden die deutsche Staatsangehörigkeit zurückgeben würde.“  … daran erinnert uns Mohamed Amjahid in einem lesenswerten Kommentar zur deutschen Erinnerungsüberlegenheit auf >>> Spiegel online

… und hier >>> Spiegel online vom 30.01.2020