Kategorie-Archiv: Aktuelles

Täter und Komplizen

Das Fußvolk der „Endlösung“

Von der Webseite des >>> NS-Dokumentationszentrums München:
„Die Rekrutierung und Mitbeteiligung nicht-deutscher Kollaborateure an den Gräueltaten des NS-Regimes nahm lange Zeit keinen großen Platz im allgemeinen Geschichtsbewusstsein ein. Erst der Strafprozess gegen den ehemaligen ukrainischen KZ-Wachmann John Demjanjuk 2009 brachte das Thema einer breiten Öffentlichkeit ins Bewusstsein. Der Historiker und Professor für Geschichtsdidaktik an der Humboldt-Universität Berlin Thomas Sandkühler hat, basierend auf zwei Gerichtsgutachten in ähnlichen Fällen, eine ausführliche Analyse der Bedeutung „fremdvölkischer“ Hilfskräfte für die Durchführung nationalsozialistischer Vernichtungsaktionen in Osteuropa erstellt.“
Onlinegespräch am 17.6.2021 um 19.00 Uhr:
Online via Livestream auf www.youtube.com/nsdoku

Ende der Zeitzeugenschaft?

Ende der Zeitzeugenschaft?“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem Jüdischen Museum Hohenems und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Die Zeitzeugenschaft des Holocaust geht ihrem Ende entgegen. Nur noch wenige Überlebende der NS-Herrschaft können aus eigener Erfahrung sprechen – oder von jenen Menschen berichten, die im Holocaust ermordet wurden. Was bleibt, sind literarische Zeugnisse und Videointerviews der Überlebenden – sowie die Frage danach, wie wir in Zukunft mit diesem Erbe umgehen wollen. … Mehr dazu auf der >>> Projektseite

2. Juni 1941: Überfall auf die Sowjetunion

„Mit dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 begann ein neuartiger Weltanschauungs- und Vernichtungskrieg. Von den mehr als 3 Millionen 1941 in Gefangenschaft geratenen sowjetischen Soldaten starben bis Frühjahr 1942 etwa zwei Drittel.
Bis zum Kriegsende sollten es insgesamt zwischen 4,5 bis 6 Millionen Gefangene werden. Die systematische Missachtung des Kriegsvölkerrechts und der Massenmord an den sowjetischen Kriegsgefangenen gelten heute als eines der größten Kriegsverbrechen in der Geschichte.. Anlässlich dieses Gedenktages besucht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier amMontag, den 14. Juni 2021 die Gedenkstätte Lager Sandbostel und den ehemaligen Lagerfriedhof (die heutige Kriegsgräberstätte Sandbostel). Hier >>> mehr zum Programm der Gedenkstätte

Auszeichnung für Arolsen Archives

Große Ehre für die Arolsen Archives: Die Website und Filme zur Kampagne #StolenMemory haben den Grand Prix im Art Directors Club Wettbewerb 2021 erhalten. Das ist die „höchste“ Auszeichnung für herausragende Design-Leistungen im deutschsprachigen Raum. Das war mehr als verdient … herzlichen Glückwunsch. Und danke auch an die Jury des Grand Prix, die damit ein Projekt der Erinnerungskultur so prominent gewürdigt hat.
>>> Link zum Arolsen Archives
>>> Link zum Grand Prix im Art Directors Club Wettbewerb 2021 

Sachsenburger Dialog – online

Anlässlich des ersten Lagerappells Anfang Juni 1933 findet seit 2009 der  Sachsenburger Dialog statt. Ein Format des Austausches, der Information, des gemeinsamen Gedenkens.

Der Dialog kann dieses Jahr nicht in Präsenzform stattfinden. Aber wir wagen uns an eine Premiere – der erste Sachsenburger Dialog im Internet. Gemeinsam wollen wir diesen Weg des Erinnerns gehen und neue Möglichkeiten des Austauschs ausloten, damit der Gesprächsfaden nicht abreißt und fortgesetzt wird.

Ausführliche Informationen zur Veranstaltung auf der Homepage:
https://gedenkstaette-sachsenburg.de/aktuell/

Veranstalter sind die Lagerarbeitsgemeinschaft KZ Sachsenburg e.V. und die Geschichtswerkstatt Sachsenburg e.V.

Die Veranstaltung wird unterstützt von der Sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus (sLAG) und gefördert über das Bundesprogramm „Demokratie leben“ und den Landkreis Mittelsachsen.

Die Generation der Zeitzeugen verlässt uns

Rundschreiben der FÉDÉRATION INTERNATIONALE DES RÉSISTANTS (FIR) – ASSOCIATION ANTIFASCISTE vom 21. Mai 2021

Roman Kent

Bertrand Herz

Mit Trauer müssen wir erneut den Tod uns wichtiger Menschen vermelden. Menschen, die nicht nur als Zeugen der faschistischen Verfolgung und des antifaschistischen Widerstandes viele Jahre aktiv waren, sondern in den folgenden Jahren auch sich für die Bewahrung der Erinnerung und das politische Vermächtnis der Überlebenden in den Strukturen ihrer jeweiligen internationalen Lagerkomitees eingesetzt haben.

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