Kategorie-Archiv: Aktuelles

Befreiung der jüdischen Frauen in Allach und dem Ötztal 1945

Auch in diesem Jahr findet zum Gedenken an den 9. November 1938 – der Reichspogromnacht oder „Reichskristallnacht“ –
am Sonntag
7. November 2021
an der KZ-Baracke  in der Wohnsiedlung Ludwigsfeld
Granatstraße 10, 80935 München
wieder eine Veranstaltung statt, zu der wir Sie herzlich einladen.
Beginn: 11:00 Uhr   •  Ende: 12:30 Uhr
Es gelten die aktuellen Coronabestimmungen.
Thema: Die Befreiung der jüdischen Frauen in Allach und dem Ötztal 1945.
Anhand von Gerichtsprotokollen soll versucht werden, den Weg der jüdischen Frauen aus den Ghettos über Auschwitz, Bergen-Belsen, Ravensbrück und anderer Konzentrationslager nach Dachau-Allach und ihrer Befreiung in Staltach nachzuzeichnen.
Die biografischen Lesungen finden durch Teilnehmer aus dem Bezirksausschuss 24 und der Bürger
statt.
Das Nähere in der beigefügten >>> Einladung.
Für AfD-Vertreter wurde ein Hausverbot ausgesprochen.

Klaus Mai & Gerlinde Dunzinger
Initiative Gedenkstätte „KZ-Außenlager Dachau-Allach“ in München-Ludwigsfeld
Riemerschmidstraße 22
80933 München

Filmvorführung „Das Zelig“

Aus einem Rundschreiben des NS-Dokumentationszentrum München:
„Im Café Zelig treffen sich jede Woche letzte, aus allen Teilen Europas stammende und meist hochbetagte Holocaust-Überlebende aus dem Münchner Raum, aber auch deren Kinder zum gemeinsamen Miteinander. Viele tragen eine traurige, dramatische, oft traumatische Familiengeschichte in sich. Doch das Café Zelig ist kein bedrückender Ort, er ist lebendig und nicht selten von Fröhlichkeit geprägt. “

Hier >>> mehr zu dem Film und der Termin der Vorführung

Die „Russen“ in den Konzentrationslagern

Die „Russen“ in den Konzentrationslagern
= „Sowjetische“ KZ-Häftlinge?

Veranstaltung der Gedenkstätte Lager Sandbostel
Montag, 18. Oktober 2021, 18.00 Uhr, Bernard Le Godais-Saal

Die eine Bezeichnung ist so problematisch wie die andere. „Sowjetisch“ ist in Teilen der Geschichtswissenschaft und der Mehrheit der Gedenkstätten etabliert, jedoch vage, denn: Russische und ukrainische Deportierte wurden in den Konzentrationslagern als „Russen“ mit dem R auf rotem Dreieck gekennzeichnet. In dem Vortrag geht es um ihre Situation in den KZ, aber auch um die fehlende Wahrnehmung jener Gefangenen im Nachkriegsdeutschland bis heute und um ihre jahrzehntelange Nicht-Präsenz in der hiesigen Erinnerungskultur – die deutlich über die mangelnde Präzision bei ihrer Bezeichnung hinausgeht.

Leben mit der Erinnerung

Leben mit der Erinnerung. Wie gehen Nachfahren von Holocaust-Überlebenden mit Ihrer Familiengeschichte um?
Gespräch mit Ernst Mannheimer und Michael von Cranach

Wie gehen Kinder und Enkel von Holocaust-Überlebenden mit den Erfahrungen ihrer Familiengeschichten um. Welche Bedeutung haben die Erinnerungen der Zeitzeug*innen für die Nachfahren in 2. und 3. Generation? Was heißt es für sie, heute in Deutschland zu leben?

Veranstaltung des NS-Dokumentationszentrums München am Montag, 11. Oktober um19.00 Uhr. Mehr Infos >>> hier

Verleihung des Hans-Frankenthal-Preises 2021

Am Donnerstag, 21. Okt. wird die Stiftung Auschwitz-Komitee in Hamburg den mit insges. 5.000 € dotierten Hans-Frankenthal-Preis 2021 an die Preisträger*innen übergeben.

Der Preis geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen an die Projekte
Ort der Verbundenheit“ – Gedenkstätte Neuengamme (über dieses Projekt haben wir >>>hier schon berichtet)
zwei Geschichtsreisen nach Serbien und Griechenland zur Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit
present:history
, Wien und
Tagebuch der Gefühle – Halle/Saale.

Mehr zu den ausgezeichneten Projekten in dieser
>>> Pressemeldung der Stiftung pdf-Datei 418 KB
und in dieser >>> Einladung pdf-Datei 418 KB

Endlich wieder ein Treffen des Netzwerkes

Es wurde aber auch Zeit …

Am Wochenende 24.-26. September trafen sich die Mitglieder des Netzwerkes der Lagergemeinschaften zum ersten Mal wieder nach der corona-bedingten Zwangspause.

Die meisten von uns hatten eine recht weite Anreise, denn wir haben uns im Südosten der Bundesrepublik getroffen: An der Gedenkstätte des KZ Sachsenburg bei Chemnitz.

Am Mahnmal der KZ Gedenkstätte – errichtet im Jahre 1968 – legten die Mitglieder des Netzwerkes einen Kranz nieder.

Diesen Ort haben wir gewählt, weil dies ein eher unbekanntes KZ war und auch ein „besonderes“ – nämlich ein sog. „Ausbildungslager“ der SS. Endlich wieder ein Treffen des Netzwerkes weiterlesen

10. Oktober: Gedenken in Gedenkstätte Sachsenhausen

Am Sonntag den 10.10.2021 erinnern das Sachsenhausen-Komitee in der Bundesrepublik Deutschland e.V. und die Gedenkstätte Sachsenhausen an die Ermordung von 27 deutschen und französischen Häftlingen des Konzentrationslagers Sachsenhausen am 11. Oktober 1944.

Die Gedenkveranstaltung beginnt um 14:30 Uhr und findet am Denkmal „Der Klang der Erinnerung“ im ehemaligen Kommandanturbereich statt, das 2014 eingeweiht wurde.

Wir freuen uns, Sie trotz der Covid-19 Pandemie zur Gedenkveranstaltung begrüßen zu dürfen. Aufgrund der aktuellen Situation müssen wir die Zahl der Teilnehmenden jedoch leider begrenzen.

Deswegen ist es wichtig, dass Sie sich bis zum 3. Oktober verbindlich per E-Mail (straetz@stiftung-bg.de) unter Nennung Ihres Namens, Ihrer Adresse und einer Telefonnummer anmelden.
Alle Informationen zu der Veranstaltung gibt es hier:

https://www.sachsenhausen-sbg.de/veranstaltungen/2021-10-10t000000z-gedenken-an-die-ermordung-von-27-haeftlingen-des-kz-sachsenhausen-vor-77-jahren/

Stolperstein für Annemarie Gerken und Stefan Szablewski

Annemarie Gerken und Stefan Szablewski … wer waren diese beiden Menschen?

Aus einer Info der Stiftung Lager Sandbostel ǀ Gedenkstätte Lager Sandbostel vom 22.9.2021

Die Hausgehilfin Annemarie Gerken aus Iselersheim und der polnische Zwangsarbeiter Stefan Szablewski, zuvor Kriegsgefangener im Stalag X B Sandbostel, lernten sich 1940 auf einem Bauernhof in Elsdorf-Badenhorst kennen. Die beiden jungen Menschen entwickelten Zuneigung zueinander. Beziehungen wie diese waren im rassistischen Weltbild der Nationalsozialisten jedoch nicht erwünscht und wurden als „Verbotener Umgang“ geahndet.
Die Gestapo verhaftete Stefan Szablewski im Februar 1941 und ein halbes Jahr später wurde er vor den Augen hunderter Zwangsarbeiter aus der Region hingerichtet. Annemarie Gerken wurde nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes Wilfried im Mai 1941 in Haft genommen. Über Gefängnisse in Bremerhaven und Bremen kam sie zunächst in das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück. Annemarie Gerken starb 1943 im Alter von nur 24 Jahren im KZ Auschwitz. Sohn Wilfried wuchs zunächst bei seinen Großeltern in Iselersheim auf. Nach deren Tod wurde er 1951 von einem kinderlosen Onkel in den USA adoptiert. Dort starb Wilfried Gerken Mitte der 2000er Jahre.
Stolpersteinverlegung für Annemarie Gerken und Stefan Szablewski durch den Künstler Gunter Demnig
Samstag, 2. Oktober 2021, 11.00 Uhr
Ort: Findorff-Haus, Iselerstr. 2, 27432 Bremervörde

Gedenkstätte oder „historischer Freizeitpark“?

Zum geplanten Ausbau der Gedenkstätte in Stukenbrock scheint sich eine öffentliche Auseinandersetzung zu entwickeln.

Die aktuelle >>> Stellungnahme der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
Landesvereinigung NRW e.V. deutet das an.: „Es steht jedoch zu befürchten, dass die Landesregierung und der LWL ihr Konzept ohne Einbindung der zivilgesellschaftlichen Akteure durchsetzen wollen. Da dies sicherlich nicht vor dem Jahre 2022 beginnen wird, könnte die Gedenkstätte Stukenbrock und ihre inhaltliche Ausrichtung ein spannendes Thema für den 2022 anstehenden Landtagswahlkampf werden.“ Gedenkstätte oder „historischer Freizeitpark“? weiterlesen

Die Zukunft der Erinnerung

oder auch: The Future of Remembrance

Einladung zum internationalen Symposium für jüngere Angehörige ehemaliger Häftlinge in der Gedenkstätte Sachsenhausen vom 26. bis 31. Oktober 2021

 

Im Rahmen des Jugend-Projektes YOUNG INTERVENTIONS möchten wir jüngeren Angehörigen die Möglichkeit zum Austausch geben. Das internationale Symposium richtet sich an Angehörige der 3. und 4. Generation von ehemaligen Häftlingen des Konzentrationslagers Sachsenhausen und seinen Außenlagern aus verschiedenen Ländern. Es findet vom 26.-31. Oktober 2021 in der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen statt. Die Sprache des Treffens ist Englisch. Während des Symposiums können sie die Gedenkstätte Sachsenhausen und ihr Archiv besuchen, sich vernetzen und gemeinsame Projekte entwickeln. Wir freuen uns über Anmeldungen zum internationalen Symposium für Nachkommen bis zum 3. Oktober unter nextgeneration@gedenkstaette-sachsenhausen.de

Nachruf auf Wolfgang Engel (AG Sachsenburg)

Vor einigen Monaten schon ist unser Freund und Mitstreiter Wolfgang Engel, Vorsitzender Lagerarbeitsgemeinschaft Sachsenburg, die diesem Netzwerk angehört, gestorben.

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten VVN-BdA e.V., in der Wolfgang lange Jahre überaus engagiert war, hat ihm einen Nachruf gewidmet, auf den wir an dieser Stelle gerne verlinken möchten. Hier >>> zu diesem Nachruf und den „drei Versprechen“, nach denen Wolfgang gelebt hat.