22. Juni: 79. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion

Gedenkveranstaltung anläßlich des 79. Jahrestags des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion

Montag, 22. Juni 2020 • 17.00 Uhr 

Lagerfriedhof Sandbostel (heute: Kriegsgräberstätte Sandbostel)
Bevener Straße, 27446 Sandbostel

Aus dem Rundschreiben der Gedenkstätte:

„Mit dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 begann ein neuartiger Weltanschauungs- und Vernichtungskrieg. Von den mehr als 3 Millionen 1941 in Gefangenschaft geratenen sowjetischen Soldaten starben bis Frühjahr 1942 etwa zwei Drittel. Bis zum Kriegsende sollten es insgesamt zwischen 4,5 bis 6 Millionen Gefangene werden. Die systematische Missachtung des Kriegsvölkerrechts und der Massenmord an den sowjetischen Kriegsgefangenen gelten heute als eines der größten Kriegsverbrechen in der Geschichte.
Das Kriegsgefangenenlager Sandbosel durchliefen insgesamt etwa 70.000 sowjetische Soldaten. Sie waren unter katastrophalen Bedingungen untergebracht und den Kriegsgefangenen wurde jegliche Unterstützung oder Hilfe vorenthalten.
Die Verstorbenen wurden anonym in Massengräbern auf dem Lagerfriedhof verscharrt. Bis heute ist die Zahl der in Sandbostel ermordet oder an Krankheiten und Mangelversorgung gestorben sowjetischen Kriegsgefangenen nicht bekannt.

Programm:
– Begrüßung/Grußwort: Andreas Ehresmann, Gedenkstättenleiter; Günther Justen-Stahl, Stiftungsvorsitzender
– Historische Einordnung: Ronald Sperling, Wissenschaftlicher Dokumentar und stellv. Gedenkstättenleiter
– Rede: Generalkonsul Andrej Sharashkin, Generalkonsulat der Russischen Föderation, Hamburg
– Kranzniederlegung
Musikalische Begleitung: Christian Suter (Gitarre)
Die Gedenkveranstaltung findet unter Einhaltung der gültigen Sicherheits- und Abstandsvorschriften statt. Die Teilnahme ist begrenzt. Ein Videomitschnitt wird in der virtuellen Gedenkstätte veröffentlicht (www.stiftung-lager-sandbostel.de/virtueller-besuch/).